Seeds of freedom, time has come
Seeds of freedom, life will overcome …
Everywhere just to share gardens of hope (Manu Chao)
In L'invention du quotidien beschreibt Michel de Certeau wie sich die Wege anders bahnen als gedacht und damit die Fußgänger*innen zu den eigentlichen Produzenten des Raums werden. Neben oder inmitten der Karte entsteht ein neuer Stadtraum.
Vielfach gibt es diesen Raum nicht als realen Weg, der quer zur stadtplanerischen Wegführung aufscheint, sondern als Raum, der in Erzählungen sichtbar und bedeutend wird. Mit Seeds dokumentieren wir diesen erzählten Raum in Geschichten vom Nützen, Meiden und neu Verwenden. Die Stadt wird erzählt in Geheimtipps, Erlebnissen, prägenden Orte, Fiaskos. Seeds macht die Stadt als Geschichtenraum sichtbar.
Und weil wir beim Erzählen sind. Bewusst verwenden wir dabei die Fragen: Wo fühlt ihr euch geliebt, frei, sicher, daheim und wo nicht? Um Begriffe wieder verwendbar zu machen, die zu cringe, zu vage, zu stark politisch vereinnahmt sind. Um sie zurückzuholen und mit ihnen über eine Stadt für alle sprechen zu können. Umso stärker touristisch geprägt eine Stadt ist, umso erstarrter ist der Raum, umso wichtiger, ist es eigene Erzählungen in der Stadt zu verankern.
Seeds ist eine AR-Installation im öffentlichen Raum, Stadttour und Critical Mapping. Die Präsentation erfolgt im März 2026 beim Digital Spring Festivals der ARGEkultur, die die Erstellung des Prototyps ermöglicht hat. Wir danken der ARGEkultur und unseren Kooperationspartner*innen Artificial Museum, besonders Litto Weiss und Jascha Ehrenreich.
gold extra ist eine Gruppe von Künstler*innen, die an den Schnittstellen von Spielen, digitaler Kunst, Theater, Film und bildender Kunst arbeitet.
